Freitag, 17. Dezember 2010

D’Herbergsuche

En ra Grondschuel isch gsei
om d Weihnachtszeit,
Theater hand gspieltdet dia kleine Leit;
ond s Mäxle hot deffa noh s Lehrers Willa
mit Maria am Arm de Josef spiela.

So send se noch ganga uf Herbergsuech
ond s Mäxle hot gschwätzt drbei, wia a Buech.
Denn sein Text hot r kenna, des war grad a Fraid.

Doch zwoi vo deana Wiat hand gsait,
se häbet koi Plätzle fir eahn ond sei Frau,
se sollet no glei wieder weiter gauh.

s ischt gloffa, wia gschmiert,
dr Lehrer hot gschmonzlet,
doch bald druf hot r sei Stirna gronzelt,
den beim dritta Wiat hot s zmol nemme klappt.
Drsell hot bloß wia en Karpfa gschnappt,
koi gotzigs Wöatle fällt em ei,
a peinlich lange Paus isch gsei.

Dr Lehrer hot eigsait, doch s hot erscht it zonda
der Kerle hot oifach sein Eisatz it gfonda.
Au dr Josef hot gschwätzt mit Fiaß ond Händ:
“Do guck, mei Weib griagt bald a Kend!”

Denn des wär deam sei Stichwoat gsei.
Der Wiat doch fendt ond fendt it nei.
De Max hot dauret der arm Bua,
drom spielt r-m nomol s Stichwoat zua:
“Laß eis halt nei, bischt doch it blend,
Mei Weib, d Maria griagt a Kend!”

Drufna drsell zmol o’geduldig:
“A deam, do be doch i it schuldig!”
Jetz hot s em heiliga Josef groicht,
drom ischt -em nausgwitscht, “i vielleicht!?”
 
(Rösle Reck)

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